Ich bemerkte Schritte.
Ich war auf der Hegifeldstrasse Richtung Bahnhof Oberwinterthur unterwegs. Ich hatte mein Velo am Bahnhof stehen gelassen und wollte es holen. Es war schon dunkel. Plötzlich bemerkte ich hinter mir Schritte. Ein jüngerer Mann kam näher. Ich bekam Angst, versuchte dann, die Situation zu entschärfen, indem ich mein Tempo erhöhte. Er blieb dicht hinter mir. Ich verlangsamte in der Hoffnung, er würde mich überholen, doch auch jetzt blieb er hinter mir. Ich bekam Panik. Wer würde mir helfen, wenn er versuchen würde, mich ins Gebüsch zu ziehen? Ich weiss nicht, woher die Kraft kam, vielleicht aus purer Angst. Ich blieb stehen, drehte mich um und sagte dem Typen, der inzwischen dicht hinter mir stand, er solle verschwinden. Ich schrie mehr, als ich sprach. Ich hatte regelrecht das Gefühl, er breche innerlich zusammen. Er ist wohl extrem erschrocken. Raschen Schrittes verschwand er Richtung Bahnhofsunterführung. Seither schaue ich, dass ich den Weg immer mit dem Velo mache, am liebsten der Eulach entlang. Dort sind immer Hündeler unterwegs, das gibt mir eine gewisse Sicherheit.