Die Entschuldigung der Reformierten Kirche
Am 19. Oktober 2026 veröffentlichte die Reformierte Kirche Kanton Zürich eine Entschuldigung. Darin entschuldigt sie sich für sexuelle Übergriffe durch den ehemaligen Winterthurer Pfarrer, die er zwischen 1992 und 2006 beging. Die administrative Untersuchung wurde damals eingestellt, da er freiwillig kündigte. Danach arbeitete er in Gstaad, im Kanton Wallis und der Stadt Genf weiter als Pfarrer.
Betroffenen wurde damals nicht geglaubt, als sie 2007 die sexuellen Übergriffe erstmals öffentlich machten. Nun kündigte die Evangelisch-reformierte Kirche an, eine wissenschaftliche Studie zu sexuellem und spirituellem Missbrauch durchzuführen. Ob die eigene Institution, eigene Strukturen glaubhaft kritisieren kann?
Nachfolgend ist eine Sammlung an Artikeln, sowie die Entschuldigung. Zuerst aber die Erzählung einer Schwester von einer Betroffenen, die schon länger auf dieser Webseite ist.
Der Pfarrer, den wir alle schätzten?
Die Schwester einer Betroffenen erzählt. Vom Übergriff, von den Folgen für ihre Schwester, von den Leserbriefen, die den Pfarrer unterstützten.
Entschuldigung der Reformierten Kirche
Auch bei länger zurückliegenden Fällen von Grenzverletzungen übernimmt die Zürcher Landeskirche Verantwortung. Sie geht Meldungen nach und bietet den Betroffenen Unterstützung an. Dabei orientiert sich die Kirchenleitung in erster Linie an den Bedürfnissen der Betroffenen.
Entschuldigung zhref, 19.10.2026
Der Pfarrer und die Übergriffe: Ein Geistlicher in Winterthur bedrängte mindestens zehn Frauen – und wechselte dann einfach die Gemeinde
Nun entschuldigt sich die reformierte Kirche des Kantons Zürich – und gibt Versäumnisse zu.
Artikel NZZ (Paywall), 21.10.2026
Reformierte Kirche entschuldigt sich – Betroffene fordert mehr
Mindestens zehn Frauen werfen einem Zürcher Pfarrer sexuelle und seelische Übergriffe vor. Nach fast drei Jahrzehnten hat sich die Zürcher Landeskirche nun offiziell entschuldigt. Doch für eine Betroffene reicht das nicht. Die Kirche habe versagt, denn der Pfarrer habe weiterarbeiten können.
Artikel und Video SRF, 23.10.2026
Trotz Missbrauchsvorwürfen arbeitete ein Pfarrer in mehreren Kantonen weiter
Mindestens zehn Frauen werfen einem reformierten Pfarrer aus dem Kanton Zürich sexuelle Übergriffe vor. Nach seinem Rücktritt 2007 war er weiterhin in mehreren Kantonen als Pfarrer und Seelsorger tätig, wie Recherchen von ref.ch zeigen.
Artikel ref.ch, 21.10.2026
Reformierte Kirche Zürich arbeitet Übergriffe durch Pfarrer auf
Die Reformierte Kirche des Kantons Zürich hat Meldungen zu sexuellen Übergriffen eines Pfarrers nicht korrekt untersucht. Die Vorfälle erlitten Frauen zwischen 1992 und 2006. Die Kirchenleitung habe ihre Verantwortung gegenüber den Frauen nicht ausreichend wahrgenommen.
Artikel swissinfo.ch, 19.10.2026
Zürcher Landeskirche räumt Fehler bei Missbrauchsfall ein
Die reformierte Kirche im Kanton Zürich hat Vorwürfe gegen einen Pfarrer vor rund 20 Jahren unzureichend aufgearbeitet. Zu diesem Schluss kommt ein neues Gutachten. Der Kirchenrat räumt Versäumnisse ein und bittet die betroffenen Frauen um Entschuldigung.
Artikel ref.ch, 19.10.2026
«Niemand hätte mir geglaubt»: Beliebter Pfarrer soll sich jahrelang an Frauen vergriffen haben
Zwischen 1992 und 2006 soll ein Zürcher Pfarrer mindestens zehn Frauen belästigt haben. Der damalige Kirchenrat wusste davon, reagierte aber zu wenig. Stattdessen arbeitete der Geistliche bis ins Pensionsalter weiter.
Artikel Tagesanzeiger (Paywall), 19.10.2026